Bad Freienwalde, Startpunkt der Oderbus-Route, ist die älteste Kurstadt der Mark Brandenburg. Die Stadtkirche St. Nikolai stammt aus dem 13. Jahrhundert. Bekannt ist die Kurklinik mit ihrem schönen Park und dem Gesundbrunnen. Das Schloss Freienwalde beherbergt eine sehenswerte Walther-Rathenau-Ausstellung. Rings um die Stadt gibt es gleich vier Aussichtstürme, etliche attraktive Wanderwege – und die nördlichste Skiprungschanze Deutschlands.
Tourismus-Info: bad-freienwalde.de/tourist-information/
Die Gemeinde verbindet entlang der alten Oder die Dörfer Schiffmühle, Neutornow und Gabow, das als slawisches Rundlingsdorf erstmals 1337 urkundlich erwähnt wurde. Im Ortsteil Schiffmühle wohnte der Vater von Theodor Fontane. In dessen ehemaligem Haus befindet sich das Fontanemuseum. Es gibt einen Spielplatz mit Wasserspielstationen, Sandkästen und einem Meerschweinchen-Gehege. Das Grab von Henri Fontane in Neutornow ist leicht zu erwandern.
Fontane-Haus: bad-freienwalde.de/fontanehaus-schiffmuehle/
In dem Neukolonistendorf von 1755 steht die ehemals bedeutendste Kirche des Oderbruchs. Sie bietet 1300 Menschen Platz und wird deshalb „Dom des Oderbruchs“ genannt. Schon 1766 stand hier eine Simultankirche für die Lutherischen und die Reformierten Gläubigen der benachbarten Gemeinden.
In der kleinen Siedlung direkt an der Oder stand nur von 1755 bis 1806 eine hölzerne Brücke. Heute ist der Ort ein beliebter Ausgangspunkt für Spaziergänge am Fluss. In Zollbrücke gründeten vor 21 Jahren der Schauspieler Thomas Rühmann und der Akkordeonist Tobias Morgenstern das Theater am Rand. Jedes Wochenende gibt es Theateraufführungen, Lesungen und Konzerte. Der Busfahrplan ist auf die Vorstellungen im Theater abgestimmt. Einen Besuch wert ist auch der Ziegenhof Rubin, wo Käse und auch Ziegeneis verkauft wird. In Zollbrücke befinden sich gleich drei gute Restaurants: Die Randwirtschaft am Theater, die Dammmeisterei und der Gasthof Zollbrücke.
Theater am Rand: www.theateramrand.de
Randwirtschaft: www.randwirtschaft.de
Dammmeisterei: www.dammmeisterei.de
Gasthaus Zollbrücke: www.gh-zollbruecke.de
Ziegenhof: www.ziegenhof-zollbruecke.de
Neulietzegörike ist das am besten erhaltene Kolonistendorf aus der Zeit der Trockenlegung des Oderbruchs Mitte des 18. Jahrhunderts. Sehenswert sind der Dorfanger mit Schachtgraben, die vielen erhaltenen Fachwerkhäuser und die sanierte spätklassizistische Dorfkirche samt frisch restaurierter Orgel. Weithin bekannt sind das Kolonistencafé mit seinen selbstgebackenen Torten und die Kneipe „Zum Feuchten Willi“ mit ihrer urigen Atmosphäre.
Ort: www.neulietzegoericke.de
Kolonisten-Kaffee: www.kolonisten-kaffee.de
Das alte Fischerdorf Wustrow wurde 1421 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vom altslawischen Wort für Insel ab, denn der Horst, auf dem das Dorf steht, war vor der Trockenlegung von Sumpf und Wasser umgeben. Sehenswert ist vor allem die Dorfkirche, ein Fachwerkbau aus dem Jahr 1789, Ausstattung im sogenannten Bauernbarock mit Taufengel und handbemalter Papierdecke.
Die Kirche ist meistens offen, falls nicht, händigt Familie Schröder (Angerstraße 7, Tel. 033457 5341) gern einen Schlüssel aus.
Im Zentrum der historischen Fischer- und Handelsstadt steht die Ruine der mittelalterliche Marienkirche und der moderne Teufelsbrunnen. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Marienkirche erhält endlich wieder ein Dach. Derzeit besichtigt werden kann bereits der Glockenturm mit Turmzimmer, Glockenstuhl und Blick über Wriezen und das Oderbruch. Besichtigung nach Anmeldung über www.kirche-wriezen.de
Der Wriezener Friedhof ist in vielen Beziehungen ein außergewöhnlicher Ort, den zu entdecken sich lohnt. Pfarrer Christian Moritz bietet Führungen über den ausgedehnten, teils sehr alten Friedhof. Anmeldungen ebenfalls unter www.kirche-wriezen.de
Sehenswert sind auch die Denkmäler für Albert Mahler, den Begründer des brandenburgischen Feuerwehrwesens, und den japanischen Arzt Nobutsugu Koenuma, der 1945 in der Stadt viele an Fleckentyphus erkrankte Menschen behandelte.
Ein Ort zeitgenössischer Kunst und Kultur ist die Villa Blunk, nur sieben Fußminuten vom Bahnhof entfernt. Hier finden regelmäßig Ausstellungen mit internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen sowie Konzerte in der Tradition des klassischen Salons statt. Zur Kunst gibt es Kaffee und hausgebackenen Kuchen.
Von Wriezen aus führt der Oderbruchbahn-Radweg bis an die Oder.
Stadt: www.wriezen.de
Kirche: www.kirche-wriezen.de
Villa Blunk: www.villa-blunk.de
Nur eine gute halbe Wegstunde dauert ein Deich-Spaziergang von Zollbrücke bis zur Europabrücke: Mächtig überspannen die Bögen den Strom. Radfahrer und Fußgänger können hier grenzenlos zwischen Deutschland und Polen unterwegs sein. Mit Aussichtsplattform, mitten über dem Fluss, mitten in Europa.